Gustaf-Gründgens-Platz, Stadtmitte
Düsseldorfer Schauspielhaus
Das Düsseldorfer Schauspielhaus ist das einzige Landestheater Nordrhein-Westfalens und mit seinem geschwungenen weißen Bau am Gustaf-Gründgens-Platz zugleich eines der markantesten Gebäude der Innenstadt. Hier stehen Spielplan und Tickets, Anfahrt und Parken, die vier Spielstätten und die Geschichte des Hauses von Louise Dumont bis Gustaf Gründgens.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Adresse
- Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
- Stadtteil
- Stadtmitte, zwischen Hofgarten und Königsallee
- Spielstätten
- Großes Haus, Kleines Haus, Central 1 und Central 2
- Architekt
- Bernhard Pfau
- Eröffnung
- 16. Januar 1970
- Gegründet
- 1904 von Louise Dumont und Gustav Lindemann
- Nächste Haltestelle
- U-Bahn Heinrich-Heine-Allee, dazu Schadowstraße
- Tickets & Spielplan
- über das Haus selbst (dhaus.de)
Inhalt
Spielplan und Tickets
Das Düsseldorfer Schauspielhaus spielt in einer festen Saison von Herbst bis Sommer, mit Premieren, Repertoirevorstellungen und Gastspielen an mehreren Spielstätten parallel. Der Spielplan wechselt wöchentlich, deshalb steht er hier bewusst nicht: Verbindlich ist immer der Kalender des Hauses auf dhaus.de, dort sind auch Besetzung, Dauer und eventuelle Einführungen zur jeweiligen Vorstellung vermerkt.
Karten gibt es online über das Haus, telefonisch unter 0211 85230 sowie an der Theaterkasse im Pavillon vor dem Schauspielhaus. Für viele Vorstellungen gibt es ermäßigte Karten für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende; die genauen Bedingungen und Preisstufen legt das Haus je Produktion fest. Wer kurzfristig kommt, fragt nach Restkarten an der Abendkasse, die in der Regel eine Stunde vor Vorstellungsbeginn öffnet.
Die Spielstätten: Großes Haus, Kleines Haus und Central
Der Bau am Gustaf-Gründgens-Platz beherbergt zwei Säle. Das Große Haus fasst rund 738 Plätze und ist die Bühne für die großen Abende des Repertoires. Das Kleine Haus lässt sich in der Bestuhlung verändern und bietet je nach Aufbau etwa 219 bis 309 Plätze, was Formate erlaubt, die im großen Saal verloren gingen.
Dazu kommt das Central an der Worringer Straße nahe dem Hauptbahnhof. Es diente dem Ensemble während der Sanierung als Ausweichquartier und ist als zweiter Standort geblieben: Central 1 wird für das Junge Schauspiel bespielt, Central 2 für Arbeiten des Stadt:Kollektivs. Wer eine Karte kauft, sollte deshalb auf die angegebene Spielstätte achten, denn zwischen Gustaf-Gründgens-Platz und Worringer Straße liegen gut zwei Kilometer.
Anfahrt und Parken
Das Schauspielhaus steht so zentral, wie ein Theater nur stehen kann: Der Gustaf-Gründgens-Platz liegt zwischen Hofgarten, Königsallee und Schadowstraße. Die nächste Station ist der Umsteigeknoten Heinrich-Heine-Allee, an dem sich mehrere U-Bahn- und Stadtbahnlinien treffen; von dort sind es wenige Gehminuten am Kö-Bogen vorbei. Ebenfalls fußläufig ist die Station Schadowstraße auf der Wehrhahn-Linie. Vom Hauptbahnhof sind es mit der U-Bahn zwei bis drei Stationen.
Wer mit dem Auto kommt, nutzt am besten die Parkhäuser rund um den Kö-Bogen und die Schadowstraße; ein eigenes Theaterparkhaus gibt es nicht. Die Innenstadt ist Umweltzone, und an Abenden mit Premiere oder Veranstaltungen im benachbarten Kö-Bogen füllen sich die Häuser früh. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen ist hier klar die entspanntere Variante, zumal die Nachtbusse ab Heinrich-Heine-Allee fahren.
Architektur: der Pfau-Bau
Das Gebäude ist selbst eine Sehenswürdigkeit. Entworfen hat es der Düsseldorfer Architekt Bernhard Pfau, gebaut wurde von 1965 bis 1969, eröffnet am 16. Januar 1970 mit Büchners „Dantons Tod“. Pfau setzte dem rechtwinkligen Wiederaufbau der Nachkriegsinnenstadt eine geschwungene, weiß verkleidete Form entgegen, die sich um die beiden Säle legt und an keiner Stelle eine gerade Front zeigt.
Von außen wirkt der Bau wie eine liegende Skulptur, von innen führt ein Foyer mit weiten Rundungen und Sichtachsen ins Haus. Der Pfau-Bau gilt als eines der wichtigsten Beispiele der westdeutschen Nachkriegsmoderne im Theaterbau. Zwischen 2016 und 2019 wurde das Haus grundlegend saniert, wobei die charakteristische Fassade erhalten blieb. Wer das Gebäude nur von außen sehen will, hat vom Hofgarten aus den besten Blick auf die Rundung.
Geschichte: von Louise Dumont zu Gustaf Gründgens
Gegründet wurde das Schauspielhaus am 16. Juni 1904 von der Schauspielerin Louise Dumont und dem Regisseur Gustav Lindemann. Das erste Haus, entworfen von Bernhard Sehring, eröffnete am 28. Oktober 1905 mit Hebbels „Judith“. Dumont und Lindemann verstanden das Theater als Bildungsanstalt und machten Düsseldorf früh zu einer Adresse, an der Regie und Ensemblearbeit ernst genommen wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Gustaf Gründgens 1947 die Leitung der städtischen Bühnen und blieb bis 1955, bevor er ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg wechselte. Der Platz vor dem heutigen Bau trägt seit 1970 seinen Namen. Heute ist das Düsseldorfer Schauspielhaus das einzige Landestheater Nordrhein-Westfalens und wird gemeinsam von der Stadt Düsseldorf und dem Land getragen.
Übernachten in der Nähe des Schauspielhauses
Wer den Theaterabend mit einer Übernachtung verbindet, hat es hier leicht: Rund um Kö-Bogen und Hofgarten liegen die zentralen Häuser der Stadt in Gehweite.
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Das Schauspielhaus liegt an der Route fast jeder Innenstadtführung - zwischen Hofgarten, Kö-Bogen und Altstadt.
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Häufige Fragen zum Düsseldorfer Schauspielhaus
Wo befindet sich das Düsseldorfer Schauspielhaus?
Das Schauspielhaus steht am Gustaf-Gründgens-Platz 1 in 40211 Düsseldorf, mitten in der Stadtmitte zwischen Hofgarten, Kö-Bogen und Schadowstraße. Die zweite Spielstätte Central liegt an der Worringer Straße nahe dem Hauptbahnhof.
Wie komme ich zum Schauspielhaus Düsseldorf?
Am schnellsten mit der U-Bahn bis Heinrich-Heine-Allee, von dort sind es wenige Gehminuten am Kö-Bogen vorbei. Alternativ hält die Wehrhahn-Linie an der Station Schadowstraße. Vom Hauptbahnhof sind es zwei bis drei Stationen. Ein eigenes Theaterparkhaus gibt es nicht, Autofahrer nutzen die Parkhäuser am Kö-Bogen.
Wo bekomme ich Tickets für das Düsseldorfer Schauspielhaus?
Karten gibt es online über dhaus.de, telefonisch unter 0211 85230 und an der Theaterkasse im Pavillon vor dem Schauspielhaus. Restkarten sind meist an der Abendkasse erhältlich, die rund eine Stunde vor Vorstellungsbeginn öffnet. Ermäßigungen für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende legt das Haus je Produktion fest.
Wie viele Plätze hat das Düsseldorfer Schauspielhaus?
Das Große Haus fasst rund 738 Plätze. Das Kleine Haus ist variabel bestuhlt und bietet je nach Aufbau etwa 219 bis 309 Plätze. Dazu kommen die beiden Säle Central 1 und Central 2 an der Worringer Straße.
Gibt es im Schauspielhaus Düsseldorf einen Dresscode?
Nein. Einen verbindlichen Dresscode gibt es nicht, das Publikum reicht von Jeans bis Anzug. Zu Premieren kleiden sich viele Gäste festlicher, notwendig ist es aber nicht.
Wie lange dauert eine Vorstellung im Schauspielhaus?
Das hängt vollständig von der Inszenierung ab und reicht von gut 90 Minuten ohne Pause bis zu Abenden von drei Stunden und mehr. Die Dauer und ob es eine Pause gibt, steht bei jeder Vorstellung im Spielplan des Hauses.
Wer hat das Düsseldorfer Schauspielhaus gebaut?
Den heutigen Bau am Gustaf-Gründgens-Platz entwarf der Düsseldorfer Architekt Bernhard Pfau. Gebaut wurde von 1965 bis 1969, eröffnet wurde das Haus am 16. Januar 1970. Der geschwungene weiße Bau gilt als bedeutendes Beispiel der westdeutschen Nachkriegsmoderne.
Wann wurde das Düsseldorfer Schauspielhaus gegründet?
Gegründet wurde es am 16. Juni 1904 von Louise Dumont und Gustav Lindemann. Das erste Haus eröffnete am 28. Oktober 1905. Gustaf Gründgens leitete die städtischen Bühnen von 1947 bis 1955, nach ihm ist der heutige Vorplatz benannt.